
Vom Gardasee bis zum Valpolicella, die Landschaft von Verona in den Meistern des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts
- ilarianidini
- 23. Sept. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Heute habe ich einen Artikel in Finestre sull’Arte gelesen, der den Veroneser Malern des 19. und 20. Jahrhunderts und ihrer Art gewidmet ist, die Landschaften unseres Landes darzustellen: Verona, den Gardasee und das Valpolicella.
Während ich diese Seiten las, fühlte ich mich, als ginge ich durch eine Galerie von Blicken. Jeder Künstler hat eine andere Spur hinterlassen: das reine, vibrierende Licht von Dall’Oca Bianca, die ländliche Authentizität von Avanzi, die zarten Aquarelle von Marotto, die modernen Experimente von Trentini und die futuristische Kühnheit von Righetti „Di Bosso“. Jeder von ihnen hat ein Fragment desselben Landes eingefangen und in eine universelle Sprache verwandelt.
Und hier meine Überlegung: Kunst ist die höchste und edelste Interpretation menschlicher Kreativität. Sie beschränkt sich nicht darauf, die Wirklichkeit darzustellen; sie sublimiert sie, erhebt sie und macht sie ewig. Wo die Natur Materie, Licht und Landschaft schenkt, gibt der Künstler Vision, Emotion und Sinn.
Am Ende ist meine Arbeit als Winzerin gar nicht so anders: aus dem, was das Land schenkt, etwas zu schaffen, das nicht nur Wein ist, sondern Erinnerung, Erzählung und geteilte Emotion.
Wenn ich die von diesen Künstlern gemalten Landschaften betrachte, habe ich das Gefühl, dass jeder Pinselstrich eine Einladung ist, das Valpolicella nicht nur mit den Augen, sondern mit der Seele zu sehen. Dort treffen sich Kunst und Leben: an dem Punkt, an dem menschliche Kreativität das Zerbrechliche und Vergängliche in etwas Dauerhaftes und Universelles verwandelt.




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